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Hans Gugelot

Massakar 1920 - Ulm 1965


Hans Gugelot studiert von 1940 bis 1942 in Lausanne Architektur, 1946 macht er an der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich seinen Abschluss. Anschließend ist Hans Gugelot im Büro von Max Bill acht Jahre lang als freier Mitarbeiter tätig. Ab 1954 ist Hans Gugelot Dozent an der im Jahr zuvor von Otl Aicher, Inge Aicher-Scholl und Max Bill gegründeten Ulmer HfG. 1954 lernt er Erwin Braun kennen und es beginnt die wichtige Zusammenarbeit mit der Elektrogerätefirma Braun, für die Hans Gugelot mit Dieter Rams, dem Leiter der Designabteilung bei Braun, und den Studenten der Hochschule für Gestaltung in Ulm ein ungemein erfolgreiches Konzept für die Gestaltung der Firmenprodukte entwickelt.
Die Braun-Geräte sind in einem unverkennbaren Stil gestaltet, mit geometrischer Formgebung und einer reduzierten Farbpalette, unter Verzicht jeglichen überflüssigen Dekors. Hans Gugelot ist ein vehementer Verfechter des Konzepts der Moderne "form follows function", so ist er auch gegen das sogenannte "Detroit styling" und Raymond Loewys "face liftings".
Für Hans Gugelot ist gutes Design nicht bloß Mittel zur Steigerung der Verkaufszahlen, sondern kulturelle Notwendigkeit. Hans Gugelot arbeitet als Gestalter auch für die Firma Pfaff Nähmaschinen, für Kodak entwickelt er 1964 den Diaprojektor "Carousel S-AV 1000". Für Bofinger entwirft Hans Gugelot Einbaumöbel, wie das Schranksystem "M125" von 1954.
In den Jahren 1959-62 ist Hans Gugelot mit Herbert Lindinger, Peter Croy und Otl Aicher als Berater an der Entwicklung der Hamburger U-Bahn beteiligt. Als Architekt entwirft Hans Gugelot Fertighäuser.
Hans Gugelot stirbt 1965 sehr früh, mit 45 Jahren. Das Institut für Produktentwicklung und Design in Neu-Ulm, das aus der von Hans Gugelot geleiteten Entwicklungsgruppe 2 der HfG hervorgegangen war, wird nach seinem Tod in Gugelot Design umbenannt. Es führt bis zur Schließung 1974 den rationalen Designansatz weiter.


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